Warum ist Quinoa gut für meinen Hund?

Vorab, was ist Quinoa?

Quinoa wird auch als glutenfreies Pseudogetreide bezeichnet. Quinoa ist eine Pflanzenart und hat seinen Ursprung in Südamerika. In Südamerika wird es schon lange Zeit als Grundnahrungsmittel eingesetzt. Die mineralstoffreichen Blätter können als Gemüse oder Salat verzehrt und dessen senfkorngroßen Samen anstelle von Reis verwendet werden.

Aber auch hier bei uns sind die kleinen Powerkörner mittlerweile angekommen und besonders bei Menschen, die unter Zöliakie, also Glutenunverträglichkeit leiden, ein vollwertiger Getreideersatz und eignen sich aufgrund ihrer Eigenschaften für Allergiker und sind auch in der vegetarischen und veganen Küche sehr beliebt.

Aufgrund seiner glutenfreien Beschaffenheit, eignet sich Quinoa in Hundefutter besonders für alle Fellnasen welche unter einer Allergie oder Unverträglichkeit gegen Getreide oder Gluten leiden oder einen empfindlichen Magen haben. Aber auch Hunde, die nicht unter Allergien oder Unverträglichkeiten leiden, können von dem Superfood Quinoa profitieren. Der Vitamingehalt und der Nährwert sind ungefähr dem von Reis vergleichbar. Quinoa enthält jedoch deutlich mehr Mineralstoffe wie zum Beispiel Kalium, Magnesium und Eisen. Kalium versorgt die Knochen und Zähne des Hundes. Magnesium ist ein Mineralstoff, der zu gesunden Muskeln und Nerven beiträgt. Eisen ist ein elementares Spurenelement für die Blutbildung und die Sauerstoffversorgung. Es ist verhältnismäßig reich an Eiweiß und enthält eine größere Menge mehrfach ungesättigter Fettsäuren, dafür jedoch weniger Kohlenhydrate. Dadurch ist es kalorienarm und sättigend und so auch für Hunde mit Gewichtsproblemen geeignet.

Die getreideähnlichen Samen übertreffen den Gehalt bei gängigen Getreidearten. Damit erweist sich der Samen der Quinoa in Hundefutter als eine nährstoffreiche Eiweißquelle und gesundheitsfördernder Ballstoff.

Quinoa ist in Drogeriemärkten, aber auch in einigen Supermärkten erhältlich.
Zwar gibt es mittlerweile über einhundert verschiedene Sorten, die sich in Geschmack, Farbe und Nährstoffgehalt unterscheiden, jedoch bieten die Drogeriemärkte und Supermärkte nur wenige Sorten an, so dass die Auswahl nicht allzu riesig ist. Dennoch kann man zwischen weißen Quinoa, schwarzem Quinoa, rotem Quinoa und gepufften Quinoa wählen.

Weißer Quinoa hat weiß-gelbliche Samen und ist am weitesten verbreitet und in fast jedem Geschäft zu finden. Er besteht aus weniger Fett und schmeckt leicht nussig.

Schwarzer und roter Quinoa besitzen ein deutlich nussigeres Aroma und müssen länger gekocht werden.

Gepuffter Quinoa ist vergleichbar mit Popcorn und ist bereits weiterverarbeitet worden. Im ungeschälten Zustand sind die Samen nicht für den Verzehr geeignet, da die Schale der Samenkörner zum Schutz vor Schädlingen bittere Saponine enthält. In Deutschland erhältliche Samenkörner sind jedoch bereits geschält.

Für die Zubereitung von Quinoa müssen die Körner zunächst gründlich und mehrfach in warmem Wasser gewaschen werden, bis das abfließende Wasser klar ist. Anschließend kann man die Körner entweder aufkochen bis sie gar sind oder mit heißem Wasser übergießen und quellen lassen, ggfs. nach Packungsanleitung kochen. Quinoa kann direkt auf dem Löffel gefüttert werden, in das Hundefutter oder BARF-Menü eingemischt werden oder aber auch in selbstgemachte Hundeleckerlies gebacken werden.

Wer es einfacher mag, kann auch auf ein fertiges Hundefutter zurückgreifen, in dem Quinoa bereits enthalten ist. Wenn der Hund die Körner noch nie gegessen hat, sollte man zunächst nur eine kleine Menge davon anbieten. Ein Teelöffel oder etwas mehr für größere Rassen ist ein guter Anfang um zu testen, ob der Vierbeiner das Futter gut verträgt.

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